Geschichte des Enneagramms

Herkunft und Entstehungsgeschichte des Enneagramms sind weitgehend unbekannt. Seine Wurzeln werden zum einen in der islamischen Religion der Sufis vermutet; andere Quellen gehen von christlichem Ursprung aus.

Sicher ist jedoch, daß das Enneagramm ein sehr altes System ist, das über Jahrhunderte von spirituellen Lehrern mündlich überliefert wurde. Erst seit relativ kurzer Zeit erfährt das Enneagramm durch verschiedene Publikationen größere Verbreitung.

Innerhalb der Entwicklungsgeschichte des Enneagramms sind mehrere Traditionslinien erkennbar. Eine dieser ‘Schulen’ geht auf G.J. Gurdjieff (ca. 1877-1949) zurück, der das Enneagramm zum Erklären und Verstehen von Prozessen verwendete. Diese Form wurde von P.D. Ouspensky, J.G. Bennett, I.B. Popoff u.a. weitergeführt.

Die zweite wichtige Tradition versteht das Enneagramm als ein Persönlichkeitsmodell, das neun verschiedene Persönlichkeitsmuster unterscheidet. Diese Richtung wurde von Oscar Ichazo (damals Leiter des Arica-Instituts in Chile) begründet und durch den Psychiater und Therapeuten Claudio Naranjo weiterentwickelt. Aus der Tradition des Enneagramms als Persönlichkeitsmodell gingen dann wiederum zwei Hauptströmungen hervor: die eine mit psychologischer -, die andere mit christlich-spiritueller Grundorientierung.

Enneagramm Geschichte

Der Ursprung des Enneagramms

Gegenwärtig ist zu beobachten, daß das Enneagramm mit anderen Methoden und Systemen (z.B. NLP, Transaktionsanalyse) kombiniert wird. Dies zeigt, daß das Enneagramm mit modernen psychologischen Theorien und Konzepten vereinbar ist.

Das der Enneagramm-Software E.P.I. zugrundeliegende Verständnis folgt der Auffassung des Enneagramms als Persönlichkeitstypologie. Die Gurdjieff’sche Lehre vom Enneagramm als Prozeßmodell steht dazu jedoch nicht im Widerspruch, sondern sie stellt vielmehr eine Ergänzung dar, die die Universalität des Enneagramm-Symbols unterstreicht.